Prof. Dr. Stefanie Fehr,
LL.M.
Henning Stuke,
Kriminologe (M.A., M.A.)

PROFESSIONELLE SCHULUNGEN FÜR UNTERNEHMEN UND BEAUFTRAGTE

Hinweisgeberschutz und Beschwerdeverfahren nach Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

 

Sie wollen als Unternehmen eine Hinweisgeber-Meldestelle oder ein Beschwerdeverfahren nach LkSG einrichten?

Oder betreuen Sie vielleicht selbst als Beauftragte(r) einen solchen Hinweisgeberkanal?

Je nach Zielgruppe erwerben Sie bei uns das dafür notwendige Spezialwissen in kompakten Präsenz- und Online-Schulungen.

Wir sind ein Team aus Kriminologen und Juristen, das sich auf Seminare für professionelles Hinweisgeber-Management und Folgemaßnahmen, wie interne Ermittlungen, spezialisiert hat.

In unseren Schulungen führen wir sowohl Einrichter als auch Anwender von Hinweisgeberkanälen praxisnah durch die wahrscheinlich für sie jeweils bald geltenden gesetzlichen Regelungen und zeigen Ihnen wertvolle Handlungsoptionen für Ihren Alltag auf.

Wir freuen uns auf Sie!

Prof. Dr. Stefanie Fehr und Henning Stuke

Seminarinhalte

SPEZIALWISSEN FÜR ANWENDER (Interne Ermittlungen) - Tagesseminar

Wenn der Hinweis kommt, wie geht es weiter?

Sie müssen den gemeldeten Fall professionell aufklären und erfolgreich abschließen

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Hinweisbearbeitung und Fallermittlung für Beauftragte von Meldestellen inkl. Fachkunde-Nachweis gem. § 15 II HinSchG-E

Arbeitgeber sind nach § 15 HinSchG-E gesetzlich verpflichtet, bei den Beauftragten ihrer Meldestelle für die notwendige Fachkunde zu sorgen. Dies schließt auch die Folgemaßnahmen, also die professionelle Aufklärung und Ermittlung der zuvor gemeldeten Hinweise mit ein.

Daher vermitteln wir Ihnen in dieser Schulung praxisnah alle Handlungsschritte von A bis Z. Bei uns erfahren Sie, wie Sie vom Eingang der Meldung bis zum Abschluss Ihrer Ermittlungen optimal vorgehen:

  • Sie erfahren, wie Sie einen Hinweis rechtlich einordnen, die Stichhaltigkeit prüfen, das Risiko klassifizieren und Ihre Rückmeldungen an die hinweisgebende Person richtig gestalten.
  • Sie wissen, wie Sie Ihre erforderlichen Ermittlungsschritte z.B. bei den häufigsten Vorfällen präzise planen und professionell durchführen: Korruption, Diebstahl, Unterschlagung, Betrug, #meetoo-Verfehlungen, etc.
  • Sie lernen, wie Sie rechtssicher Vorgehen, klar dokumentieren, andere Funktionen (z.B. Datenschutz) einbinden und das Ergebnis an die Geschäftsleitung professionell berichten.
  • Sie erhalten praktische Checklisten, Leitfäden und Mustervorlagen, mit denen Sie von A bis Z sicher durch den Alltag kommen.
  • Fachkunde-Nachweis gem. § 15 II HinSchG-E für Meldestellenbeauftragte

 

 

BASISWISSEN FÜR UNTERNEHMEN ALS EINRICHTER - Tagesseminar

Was müssen Unternehmen alles bei der Einrichtung einer Meldestelle beachten?

Sie müssen die Meldestelle optimal in Ihre Unternehmensprozesse einbinden.

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Umsetzung organisatorischer & (datenschutz-) rechtlicher Vorgaben für einen vertrauensvollen Umgang mit Hinweisen und hinweisgebenden Personen

Die Meldestelle benötigt präzise Abläufe, da sie vertrauliche Informationen und personenbezogene Daten verarbeitet. Ihre eigenen Unternehmensprozesse müssen darauf (datenschutz-) rechtlich und organisatorisch abgestimmt sein, damit Sie mögliche Bußgelder vermeiden und eine sensible Hinweisgeber-Kommunikation effektiv gewährleisten können.

In dieser eintägigen Schulung werden Ihnen die dazu wichtigen Begleitinformationen zur Einrichtung einer Meldestelle vermittelt.

  • Sie erfahren, welche konkreten Vorgaben das Hinweisgeberschutzgesetz zum Einrichten und Betreiben einer Meldestelle macht und wo die Fallstricke liegen.
  • Sie wissen, wie Sie eine Datenschutzfolgeabschätzung zur Implementierung durchführen.
  • Sie kennen die Datenströme und Löschkonzepte sowie die Auskunfts- und Unterrichtungspflichten nach DSGVO.
  • Sie wissen, mit welchen notwendigen Kernelementen Ihre neuen Richtlinien und Prozesse ausgestaltet sein sollten.
  • Sie kennen die psychologischen Anforderungen im Umgang mit Hinweisgebern.

 

 

PSYCHOLOGIE & KOMMUNIKATION MIT HINWEISGEBERN - Vertiefungsseminar

Wenn der Hinweisgeber zögert, mit Ihnen zusammenzuarbeiten?

Sie können ihn mit Überzeugungs- und Beeinflussungstechniken an sich binden

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Anwendung von Spezialwissen von Sicherheitsbehörden aus Vernehmungstechniken, Zeugenschutzprogrammen und Geiselverhandlungen.

Ängstliche Hinweisgeber scheuen oft ihre Namensnennung oder die uneingeschränkte Kooperation, weil dies aus ihrer Sicht mit Nachteilen verbunden sein könnte. Dabei sind sie aufgrund ihres exklusiven Insiderwissens zu diesem Zeitpunkt die wichtigste Person. In diesem kompakten Vertiefungsseminar nutzen Sie systematische Überzeugungstechniken, um Ihren Umgang mit Hinweisgebern zu optimieren und Ihre Ermittlungen zu beschleunigen.

  • Sie erfahren, wie Sie Ihre Eingangsbestätigung personalisieren.
  • Sie nutzen die sog. Sequenzanalyse, um bei schriftlichen Hinweisen ‚zwischen den Zeilen lesen‘ zu können.
  • Sie erlernen, wie Sie mit dem ‚Behavioral Change Stairway Model’ einen ängstlichen Gesprächspartner auf Ihre Seite ziehen.
  • Sie kennen die aussagepsychologischen Grundlagen einer Zeugen-/Hinweisgeber-Befragung.
  • Sie wissen, wie Sie die Speak-Up-Culture in Ihrem Unternehmen verbessern.

 

 

DATENSCHUTZ UND HINWEISGEBERMANAGEMENT - Vertiefungsseminar

Mit der Einrichtung einer Meldestelle sind nicht nur die Vorgaben des HinSchG zu beachten, sondern auch die bestehenden DSGVO-Vorschriften.

Wir beantworten wir Ihre Alltagsfragen rund um das Zusammenspiel von HinSchG und DSGVO.

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Wir schauen genau hin:
  • Hinweisgebersysteme und ihre Datenströme
  • Datenschutzrechtlicher Rahmen zum Hinweisgebermanagement
  • Datenschutzerklärung für Hinweisgebersysteme
  • Löschkonzepte
  • Datenschutz im Rahmen der Folgemaßnahmen
  • Spannungsfeld des Auskunftsrechts
  • Datenschutzfolgeabschätzung gem. Art. 35 DSGVO

 

 

 

BESCHWERDEVERFAHREN NACH HinSchG-E und LkSG

Unternehmen sind verpflichtet, Beschwerdesysteme einzurichten, die es Betroffenen und Dritten ermöglicht, auf Verletzungen geschützter Rechtspositionen hinzuweisen. Nur wie konzipieren und betreiben Sie diesen am Besten? 

Sie kriegen Hilfestellungen an die Hand, um den optimalen Beschwerdekanal im Lichte des HinSchG-E und LkSG zu organisieren, betreiben und evaluieren.

 
Wir schauen genau hin:
  • Anforderungen an den Beschwerdekanal nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
  • Anforderungen an einen Meldekanal gem. Hinweisgeberschutzgesetz-E
  • Konzeption von Beschwerdekanäle
  • Umgang mit Beschwerden
  • Wirksamkeit von Beschwerdeverfahren zu überprüfen

 

 

HINWEISGEBERSCHUTZGESETZ-E: rechtliche und organisatorische Maßnahmen zur Implementierung von Meldekanälen

Als Meldestellen-Beauftragte:r müssen Sie sich zukünftig an viele Vorschriften halten! Wenn Sie das nicht tun, gefährden Sie womöglich nicht nur den Ruf des Hinweisgebers, sondern auch den Ihres Unternehmens und vielleicht sogar auch Ihren eigenen.

Anhand von Alltagsbeispielen führen wir Sie praxisnah durch die für Sie wesentlichen Regelungen des jetzigen Entwurfs zum Hinweisgeberschutzgesetz und zeigen Ihnen, welche Handlungsoptionen sich Ihnen bieten.

  • Wer in Ihrem Unternehmen die Meldestelle betreuen sollte.
  • Wie Ihre Meldestelle am Besten organisiert sein sollte.
  • Wie Sie mit Hinweisen umgehen, die nicht unter das Hinweisgeberschutzgesetz-E fallen.
  • Welche Benachrichtigungspflichten der/die Meldestellen-Beauftragte gegenüber Hinweisgebern hat.
  • Wie Sie vertrauensvoll mit dem Hinweis sowie dem Hinweisgeber i.S.d. Hinweisgeberschutzgesetz-E umgehen.

 

 

 

 

VERANSTALTUNGEN

Unsere Schulungstermine werden regelmäßig aktualisiert.

Bei der Auswahl unserer Locations legen wir Wert auf günstige Verkehrsanbindungen und ein innovatives Ambiente. Die Anreise- und etwaige Übernachtungsplanung erfolgt individuell durch die Teilnehmer. Die Verpflegung und Getränke sind stets inbegriffen.

Die Teilnehmer:innen erhalten praktisches Schulungsmaterial sowie ein Teilnahmezertifikat.

Für Inhouse-Schulungen stehen wir Ihnen ebenfalls gerne zur Verfügung.

 

 

Trainer

DIE TRAINER

Für uns ist professionelles Hinweisgeber-Management mehr als nur ein Meldekanal. Die beste Art Menschen zu überzeugen, ist die richtige Kommunikation.

Deshalb haben wir, Wirtschaftsjuristin Prof. Dr. Stefanie Fehr und Kriminologe Henning Stuke, uns entschieden, das gemeinsame Unternehmen 'Hinweisgeber-Compliance GbR' zu gründen. 

Insbesondere die nationale Umsetzung der EU-Hinweisgeberschutzrichtline (2019/1937) wird viele Unternehmen und Kommunen ab dem 17.12.2021 vor die schwierige Aufgabe stellen, mit ihren Hinweisgebern professionell umzugehen. Deshalb möchten wir Sie mit unseren Schulungen auf diese verantwortungsvolle Aufgabe perfekt vorbereiten. Das dafür notwendige Wissen haben wir in langjährigen Spezialfunktionen erworben.

Prof. Dr. Stefanie Fehr

Prof. Dr. Stefanie Fehr ist Wirtschaftsjuristin, LL.M. und hat in leitenden Compliance-Funktionen in Dax-Konzernen eine umfassende Berufserfahrung zum professionellen Hinweisgeber-Management sammeln können. Zum 1. Oktober 2021 hat Frau Prof. Dr. Fehr die Professur für Compliance, Datenschutz und Unternehmensauditing an der HS Ansbach übernommen und hat zusätzlich seit 2018 einen Lehrauftrag im Bereich „Corporate Compliance“ an der Universität Kassel inne.

Henning Stuke

Henning Stuke ist Kriminologe (M.A., M.A.) und war zwanzig Jahre als Kriminalbeamter u.a. in der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und Wirtschaftskriminalität tätig. Zudem verfügt er über eine langjährige, internationale Ermittlungserfahrung im Bereich der Internal Investigations in DAX-Konzernen. Herr Stuke trainiert Konzerne, Banken und Mittelständler in aussagepsychologischen Frage- und Konfrontationstechniken. Mehr Infos unter WWW.INTERVIEW-TECHNIK.DE

 

BLOG

Whistleblowing und Datenschutz – ein unlösbares Spannungsfeld?

Diese interessante Diskussion behandelt Prof. Dr. Stefanie Fehr in der aktuellen Ausgabe der ZD - Zeitschrift für Datenschutz (ZD 2022, 256). Neben dieser Diskussion finden Sie ebenso wichtige und passende Artikel im Bereich Datenschutz, unter anderem von Philip Bafteh, Jörn Erbguth, Olga Stepanova, Benedikt Buchner und Michael Wessels.

Aus der Praxis: AG Hinweisgeber Transparency International Deutschland e.V.

Am 1.9. hatten wir einen interessanten Austausch mit der AG Hinweisgeber sowie interessierten Mitgliedern von Transparency International Deutschland e.V. zum Umgang mit Hinweisgebern. Wir haben sehr anregend über die #WBRL und ihre Anforderungen diskutiert und das Thema #Hinweisgeberschutz aus Sicht von Psychologie und Kommunikation beleuchtet.

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